Sanierung Schloss Paffendorf – Neugotisches Baudenkmal an der Erft
Das Wasserburgschloss Paffendorf wird bereits im Jahr 1230 in historischen Quellen erwähnt. Zu dieser Zeit war es ein Lehen der Grafen von Jülich, das an die Vogtei Paffendorf übertragen wurde. Es liegt nördlich von Paffendorf bei Bergheim, am Westufer der Erft.
Unter den zahlreichen Schlössern entlang der Erft nimmt Schloss Paffendorf eine besondere Stellung ein, da es – im Gegensatz zu anderen Anlagen – vollständig im neugotischen Stil errichtet wurde.
1958 erwarb die Rheinischen Braunkohlenwerke AG das Gelände und nutzt es seither als Informations- und Ausstellungszentrum. Im Jahr 1997 wurden Lindner Architekten mit der denkmalpflegerischen Sanierung der Schlossanlage betraut.
Ziel der Restaurierung war es, die Anlage aus dem 16. Jahrhundert für eine lebendige, zukunftsgerichtete Nutzung zu erschließen. Dabei gelang es Lindner Architekten, die architektonischen Merkmale des Baudenkmals behutsam herauszuarbeiten und gleichzeitig neue, zeitgemäße Funktionen zu integrieren. Der historische Baubestand wurde umfassend saniert und durch neue Gebäudeteile ergänzt. So entstand eine gelungene Symbiose aus Alt und Neu.
Neben der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen bestand die zentrale Herausforderung darin, gleichermaßen den Ansprüchen des Bauherrn wie auch den Vorgaben des Denkmalschutzes gerecht zu werden – eine Aufgabe, der sich Lindner Architekten mit hohem Anspruch stellten.