Justizzentrum und Verwaltungsquartier Wiesbaden – Stadtbauliche Integration & funktionale Klarheit
Die stadtplanerische Zielsetzung der Stadt Wiesbaden wird durch eine geschlossene Bauweise, die Betonung von Blockrändern und -ecken sowie durch die Begrünung und Auflockerung der Blockinnenbereiche aufgegriffen.
Es entsteht ein geschlossenes, gestalterisch abgestimmtes Karree, das durch gezielte Öffnungen im Norden (Hochenstaufenstraße), Süden (Weidenbornstraße) und entlang des geplanten Quartiersboulevards Einblicke in das Blockinnere gewährt.
Ein Grünzug in der Mittelachse des Blocks teilt die Baukörper und strukturiert das Gesamtgefüge. Die westliche, zur stark frequentierten Mainzer Straße ausgerichtete Seite ist dem Justizzentrum vorbehalten. Auf der ruhigeren Ostseite am Stadtboulevard befindet sich das Verwaltungszentrum.
Die Erschließung der Gebäude erfolgt jeweils straßenseitig. Das Justizzentrum nimmt die gesamte Westhälfte des Blocks ein und ist als Kammstruktur konzipiert – mit einer Magistrale entlang der Mainzer Straße, an die Riegelbauten angedockt sind, sowie einem zentralen Saaltrakt.
Der zentrale Saaltrakt unterteilt die Magistrale in einen nördlichen und einen südlichen Bereich. Er enthält die am stärksten frequentierten Funktionen wie Gerichtssäle und Cafeteria.
Um ein verglastes Atrium gruppieren sich alle wichtigen Besucherbereiche. Das Atrium bildet zugleich die zentrale Haupterschließung des Komplexes für die Öffentlichkeit.